Geschichte


Weltvermesser – Katalog und weitere Ausstellung

Untertitelt mit „Das Goldene Zeitalter der Kartographie„, zeigt die Ausstellung nichts von den heutigen Möglichkeiten der digitalen Kartographie. Das ist aber auch nicht schlimm. Um so reichhaltiger das Angebot üppiger Karten-Landschaften, verzierter Globen und fantasiereich ausgeschmückter Illustrationen vergangener Abenteuer auf See oder über Land.

Die Ausstellung fand vom 13. September bis zum 06. Dezember 2015 statt, im Weserrenaissance-Museum Schloß Brake in Lemgo (bei Bielefeld). Ich bin mit zwei Kindern da gewesen und hatte etwas Sorge, dass die beiden sich schnell langweilen würden. Es gab zwar ein paar betont kindgerechte Exponate, jedoch lag die Hauptzielgruppe klar im mittleren bis älteren Besucherspektrum. Dafür konnte das Schloß als solches bei den Kleinen Punkte einfahren. Die Ausstellung wurde wirklich bis in den letzten Erker verteilt, Versteckspiele und Jagd inklusive.>>   weiterlesen


Die paradoxe Welt der Küstenlinien

Kennen Sie das Küstenlinien‐Paradoxon? Es hat etwas mit so eindrucksvollen Begriffen wie Fraktal, gebrochene Dimension und Hausdorff‐Maß zu tun. Dass Küstenlinien der Ausgangspunkt für die Festlegung von Hoheitsgewässern eines Staates sind, leuchtet unmittelbar ein. Aber Küstenlinien haben auch einen philosophisch‐soziologischen Aspekt. Erstaunlich, nicht wahr?

Alexander von Humboldt äußerte jedenfalls die Vermutung, dass das Verhältnis von Küstenlänge zu Landmasse Einfluss auf den Entwicklungsstand, die wirtschaftliche Potenz eines Kontinents, hat. Seine Begründung: Je größer der Küstenanteil, desto größer die Teilhabe am Welthandel. Gleichzeitig stellt der Transport von Waren und Personen per Schiff die größere intellektuelle Herausforderung dar. Man denke nur an die Bestimmung des Längengrads (siehe GEONECT Nr. 5). Nach seinen Erhebungen lag Europa mit Blick auf dieses Verhältnis an der Spitze und Afrika war Schlusslicht.>>   weiterlesen


6. Gothaer Kartenwochen

Die 6. Gothaer Kartenwochen finden vom 12. Oktober bis 22. November 2015 statt, das ausführliche Programm finden Sie außerdem in einem übersichtlichen Flyer zusammengestellt (PDF, 700 Kb).

Anspruch der Kartenwochen ist es, eine wissenschaftlich und kulturell interessierte Öffentlichkeit mit dem Reichtum und Potenzial sowie den neusten Forschungen zur Sammlung Perthes bekannt zu machen. Thematischer Schwerpunkt ist in diesem Jahr das kartografische Leitprodukt des Justus Perthes Verlages: Der Stieler Hand-Atlas. Mehr>>   weiterlesen


Before Mandela: The Cartographic View of South Africa, 1513–1918 in Boston

Als Aktivität des International Map Years 2015-2016 hat Afriterra – The Cartgrphic Free Library – eine Ausstellung mit Karten Südafrikas in Boston geplant. Mehr dazu hier.

Der Afriterra Foundation Online Catalog bietet zudem eine Sammlung von Karten des frühen Afrikas in der Abteilung research wurde aktuell ein Artikel zum Thema “The Integration of Historical Cartography into the Present Day: The Darfur Case” veröffentlicht.


Ausstellung WELTVERMESSER

Die Ausstellung „Weltvermesser – Das Goldene Zeitalter der Kartographie“ im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo (NRW) zeigt neben vielen alten Kartenschätzen auch die Arbeitsschritte zur Erstellung von Karten.

Jeden Sonntag gibt es um 11 Uhr einstündige öffentliche Führungen ohne Voranmeldung.
Kosten 6 EUR (Eintritt) plus 2 EUR (Führung)

Darüber hinaus gibt es verschiedene Führungen für Gruppen (bis 20 Personen)

1. Überblicksführung: Glanzlichter der Ausstellung (1 Std.)
2. Überblicksführung: Der ganze Weltvermesser (1,5 Std.)
3. Themenführung: Das Zeitalter der Entdeckungen (1 Std.)
4. Themenführung: Globen und Atlanten (1 Std.)
5. Themenführung: Bilder in Karten – Karten in Bildern (1 Std.)
6. Kombinierte Führung: Weserrenaissance & Weltvermesser (1,5 Std.)>>   weiterlesen


HU Berlin: (Re)Producing the North. Space, Knowledge, and Maps

The workshop is organized by The Department for Northern European Studies at Humboldt University, Berlin (DNES), and The Department of Archaeology, Conservation and History at the University of Oslo (IAKH), in cooperation with the Map Collection of the State Library in Berlin. The research project “Negotiating Space, Arranging the Land” is funded by The Norwegian Research Council (programme SAMKUL – Cultural conditions underlying social change). Read more


Die Welt ist das Bild, das wir uns von ihr machen

Die „Mappa Mundi“ verzeichnete das Paradies, der Name „America“ wurde von einem deutschen Kartografen geboren. Er bereute das später, wie ein faszinierendes neues Buch namens „Karten!“ erzählt. Gesamten Artikel von Norbert Zähringer zum Buch hier lesen.

Ein Buch über Entdecker, geniale Kartografen und Berge, die es nie gab:

Autor: Simon Garfield
Titel: Karten!
aus dem Englischen von Katja Hald und Karin Schuler.
Verlag: Theiss, Darmstadt
480 Seiten
29,95 €


Das Meter und die Französische Revolution

Was fällt einem zuerst ein, wenn man an Paris denkt? Klar, der Eiffelturm und der Louvre. Ja, meinetwegen auch l‘amour. Aber woran denkt der Kartograph? Richtig! In Paris wurde das Meter erfunden, zusammen mit dem metrischen System für alle Maßeinheiten. Von diesen ist für den Kartographen das Meter das interessanteste. Seine Festlegung ist eine abenteuerliche, ja geradezu bizarre Geschichte.                           

Abbildung 1: Eine Kopie des Urmeters in Paris.

Im Europa des 18. Jahrhunderts herrschte eine schier unübersehbare Vielfalt an Maßen und Gewichten. Allein in Frankreich gab es geschätzte 25000 unterschiedliche Maß- und Gewichtseinheiten. Jeder Bezirk, ja fast jede Stadt hatte ihr eigenes Maßsystem. Die örtlichen Beamten waren verpflichtet, die jeweiligen lokalen Referenzmaße vorzuhalten. Soweit möglich waren sie an der örtlichen Rathauswand befestigt. Hohlmaße waren meist in dem Kloster untergebracht, dem der regionale Weinberg gehörte. Auch das neu festgelegte Meter wurde zuerst an Wänden angebracht. In Paris, in der Rue de Vaugirard, hat sich noch ein Exemplar erhalten (siehe Abbildung 1). Diese Vielfalt an Maßen und Gewichten erschwerte natürlich Handel und Verwaltung. Wissenschaftliche Ergebnisse waren schwer vergleichbar.>>   weiterlesen


Jetzt online: Terra X: Die Jagd nach dem Urmeter

„Paris 1799: Seit vier Monaten warten die bedeutendsten Wissenschaftler Europas auf die Daten der Astronomen Delambre und Méchain. Sieben Jahre lang waren sie unterwegs, um den Meridian, der durch Frankreich verläuft, in nie da gewesener Präzision zu vermessen und der Welt ein neues, einheitliches Maß zu geben, das metrische System. In Frankreich gelten bis dahin rund 250.000 Maß- und Gewichtseinheiten. Wenn das nachrevolutionäre Land zu einer Nation zusammenwachsen soll, muss ein einheitliches System her. Der zehnmillionste Teil der Strecke vom Pol bis zum Äquator soll das neue Längenmaß bilden.>>   weiterlesen


Geospatial Network Model of the Roman World

The Stanford University created a navigation system for the Roman Emipre!

„ORBIS: The Stanford Geospatial Network Model of the Roman World reconstructs the time cost and financial expense associated with a wide range of different types of travel in antiquity. The model is based on a simplified version of the giant network of cities, roads, rivers and sea lanes that framed movement across the Roman Empire. It broadly reflects conditions around 200 CE but also covers a few sites and roads created in late antiquity.“ Source>>   weiterlesen


GEONECT – Ausgabe 4 erschienen

Hier findet ihr die neue Ausgabe unseres freien Kartographie-ePapers.

2013 geht es so international weiter wie es 2012 zu Ende ging. goCart hat seinen östlichen Nachbarn besucht und sich über Laserscanning informiert. Wir erfahren etwas zu einem GIS-Workshop in Äthiopien, schauen über den Teich zur ESRI-Konferenz 2012 und lernen die Mathematik von Netzplänen kennen.

Schreibt uns, wenn ihr daran interessiert seid gedruckte Exemplare zu erhalten, um diese in eurer Ausbildungsstelle, eurem Institut etc. zu verteilen.>>   weiterlesen


Kartenschätze für die Geodateninfrastruktur – die Georeferenzierung des Schmettauschen Kartenwerkes. Ein Vortrag im Rahmen des geodätischen Kolloquiums von Dipl.-Ing. Jörg Schröder

Historische  Karten  sind  nicht  nur  schön  anzusehen  – sie  enthalten  sehr  viele raumbezogenen  Informationen  aus  der  Zeit  unserer  Vorfahren.  Die  Verarbeitung  dieser  Daten  in  Geoinformationssystemen  erlaubt  wertvolle  Rückschlüsse  auf  zeitliche Veränderungen, unter anderem bei Waldflächen.
Die Nutzung historischer Kartendaten setzt jedoch eine korrekte Georeferenzierung und  Projektion  in  die  heute  gebräuchlichen  Abbildungsvorschriften  voraus.  Insbesondere das Schmettausche Kartenwerk entstand ohne eine vorangegangene  Grundlagenvermessung, so dass starke Verzerrungen entstanden.
Im  Vortrag  wird  ein  Überblick  über  die  historischen  Kartenwerke  gegeben,  der  Prozess  der  Georeferenzierung und  Entzerrung  vorgestellt  und  Auszüge  aus  dem Ergebnis präsentiert. Anschließend ist Zeit für eine Diskussion.>>   weiterlesen


The History of Cartography als pdf

Die University of Chicago Press bietet die  ersten beiden Volumes von The History of Cartography im PDF-Format an.

Volume One: Cartography in Prehistoric, Ancient, and Medieval Europe and the Mediterranean

Volume Two:
Book 1: Cartography in the Traditional Islamic and South Asian Societies
Book 2: Cartography in the Traditional East and Southeast Asian Societies
Book 3: Cartography in the Traditional African, American, Arctic, Australian, and Pacific Societies

Erschienen sind die Hefte zwischen 1987 und 1998, aber für die Geschichte der Kartographie ist das wohl aktuell genug 🙂>>   weiterlesen