Ravensteinpreis geht erneut an die Beuth


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Preisträger des diesjährigen Ravenstein-Förderpreises (Quelle: DGfK)

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Eine der Karten mit und ohne Folie (Klicken zum Vergrößern)

DruckAn dieser Stelle gratulieren wir Elisa Dobers herzlich zum Ravenstein-Förderpreis 2015! Mit dem Ravenstein-Preis werden jährlich herausragende kartographische Leistungen des deutschen Kartographie-nachwuchses ausgezeichnet. Den ersten Preis in der Kategorie „Studierende“ gab es für das Ergebnis von Elisas Bachelorarbeit, die eine Kartenkonzeption zum Roman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher zeigt.

In der Begründung der Jury heißt es: „Im Rahmen einer Bachelorarbeit […] entstand ein beeindruckender und informativer Kartenband zum Kriminalroman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher. Auf Basis eines historischen Stadtplans wurden die im Roman erwähnten Lokalitäten schnell und attraktiv erfassbar gemacht und ermöglichen somit dem Leser die Überführung der Schauplätze in das heutige Berlin.“

Elisa konnte zusammen mit den Preisträgern der Auszubildenden ihre Urkunde und eine Geldprämie im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Stuttgart entgegen nehmen. Sie freut sich, wenn auch im nächsten Jahr wieder Kartographen der Beuth unter den Preisträgern sind. Die Bewerbung lohnt sich! Weitere Infos zum Ravensteinförderpreis gibt es hier.

Worum geht es?

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Quelle: kiwi-verlag.de

Im Kriminalroman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher treffen im Berlin der späten 1920er-Jahre fiktive Elemente und ein historisches Stadtbild aufeinander, das sich bis heute stark gewandelt hat. Zahlreiche Umbenennungen von Straßen und Plätzen sowie Abrisse von Gebäuden, Brücken und Bahnhöfen wur­den vorgenommen, Straßenverläufe wurden geändert, Grünflächen sind verschwunden oder neu ent­standen. In diesem Fall steht den Lesern bisher keine geeignete, auf den Roman zugeschnittene, kartographi­sche Darstellung zur Verfügung, um das historische Stadtbild mit dem heutigen vergleichen zu können und zu erfahren, wo sich reale oder fiktive Lokalitäten befinden. Daher wurde eine Kartenkonzeption entwickelt, die die im Roman beschriebenen Lokalitäten berücksichtigt und einen Vergleich zur heutigen Situation ermöglicht. Die topographischen Veränderungen des historischen Stadtbildes zur Gegenwart befinden sich separat auf einer transparenten Folie über dem Kartenblatt. Die Folie kann je nach Bedarf auf das Kartenbild gelegt und betrachtet werden.