BeuthHS / goCart / DVW Exkursion: viel gesehen, viel mitgenommen


GeobranchenEx_Simon_2013-10-07_15-17Unsere Geobranchen-Exkursion im Oktober brachte 45 Personen (größtenteils Studierende, insgesamt 23 goCart-Mitglieder) in fünf Tagen mit Bus einmal durch Deutschland.

Wir sahen Manganknollen, die als Rohstoff vom mehrere Kilometer tiefen Meeresboden aufgesammelt werden sollen, erfuhren etwas über die Detektion kleinster Erdbeben weltweit (beides in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover – mit angenehm motiviertem Organisator) und besuchten die Messe Intergeo in Essen, um dort neue Erdbeobachtungssysteme zu begutachten sowie eine Drohne zu steuern.

(Sämtliche Fotos in diesem Artikel wurden dankenswerterweise von Simon Dreutter beigesteuert. Besten Dank!)

Auszubildende der Geomatik beim BKG

Auszubildende der Geomatik beim BKG

In Frankfurt am Main fuhr das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie ein Riesenprogramm auf. Jeder Teilnehmer musste sich daher auf zwei der sieben Themen beschränken. Es gab unter anderem etwas zur Schwerefeldmessung (Stichwort: Geoid), zu Referenzsystemen und zu den aktuellen Entwicklungsarbeiten des BKG (3D Globus-Visualisierung, WebMap-Applikationen, gestengesteuerte Kartennavigation). Besonders erfreut war ich, dass die Auszubildenden der Geomatik vergangene und aktuelle Arbeiten aus ihrem Segment selbst vorstellten. Hier war so einiges an Kreativität zu sehen.

Weiter ging es nach München – zu Weißwurst und Brezen. Das DLR in Oberpfaffenhofen führte uns zwar leider nicht in ihren Räumen herum, wir wurden jedoch zu Arbeitsmöglichkeiten sowie den Einsatz von Erdbeobachtungssystemen und Geodaten im Allgemeinen informiert.

GeobranchenEx_Simon_2013-10-11_09-41Donnerstag Abend wurde es gemütlich. Kurz vor Österreich liegt der Walchensee. Just an diesem Nachmittag hatte es angefangen zu schneien und so empfing uns in 1300 Meter Höhe erster Schnee. Wir stapften zum Herzogstand, wo uns eine warme Stube sowie gutes Essen und Trinken erwarteten (und seeehr dünne Wände). Am nächsten Morgen war dann auch tatsächlich die gesamte Landschaft dick mit Schnee bedeckt. Etwa die Hälfte aller Teilnehmer traute sich dann aber doch die 45 Minuten hoch zum Gipfelkreuz zurückzulegen. Respekt!

Etwas merkwürdig wirkte der Weg zu ESRI. Im kleinen Kranzberg fuhr unser großer Reisebus ein gemütliches Haus an. Der freundliche Mitarbeiter führte uns durch die Straßen, zu einem dann doch etwas größeren Gebäude. Hier lässt ’s sich aushalten. Dazu sei erwähnt, dass die Software selbst ausschließlich in den USA entwickelt wird. In Deutschland wird sich „nur“ um Vertrieb, Ausbildung usw. gekümmert. Bei einer ordentlichen Brotzeit stellten zwei Mitarbeiter die Möglichkeiten von ArcGIS (online) vor und legten den Studierenden nahe sich möglichst frühzeitig auf eine Sachgebiet innerhalb der Geobranche zu spezialisieren (also z.B. Telekommunikation, Energiewirtschaft, Umweltschutz usw.).

Michael Breuer, Nicole Salamanek und ich möchten uns hiermit nochmal bei allen Organisatoren in den einzelnen Einrichtungen bedanken, bei der Beuth Hochschule, dem DVW und goCart für die Unterstützung, bei dem netten Busfahrer und nicht zuletzt bei den Teilnehmern, die motiviert dabei waren, zu einem guten Ablauf beitrugen und auch im Nachhinein noch Feedback geben konnten und wollten.


Über Martin Vigerske

Hat 2005 sein Diplom und 2008 seinen Master in Kartographie und Geoinformation an der Beuth Hochschule für Technik Berlin (bzw TFH) beendet und arbeitet dort seit 2006 als Technischer Mitarbeiter im Labor für Geomedien.