Jetzt online: Terra X: Die Jagd nach dem Urmeter


„Paris 1799: Seit vier Monaten warten dieba6ebfb77ba324e0a627ea47814802e9 bedeutendsten Wissenschaftler Europas auf die Daten der Astronomen Delambre und Méchain. Sieben Jahre lang waren sie unterwegs, um den Meridian, der durch Frankreich verläuft, in nie da gewesener Präzision zu vermessen und der Welt ein neues, einheitliches Maß zu geben, das metrische System. In Frankreich gelten bis dahin rund 250.000 Maß- und Gewichtseinheiten. Wenn das nachrevolutionäre Land zu einer Nation zusammenwachsen soll, muss ein einheitliches System her. Der zehnmillionste Teil der Strecke vom Pol bis zum Äquator soll das neue Längenmaß bilden.

Als Delambre und Méchain nach sieben Jahren schließlich ihre Daten vorlegen und das neue Maß berechnet wird, entdecken sie etwas vollkommen Neues. Die Präzision ihrer Messungen bringt die wahre Form der Erde ans Licht. Der Planet ist kein gleichmäßiges Elipsoid, sondern seine Form ähnelt eher der einer Kartoffel. […]

Es sollte mehr als 200 Jahre dauern, bis sich das metrische System weltweit durchsetzt. Heute haben alle Länder bis auf Liberia, Myanmar und die USA das einheitliche System akzeptiert. Seit 1983 gilt für den Meter eine andere Definition. Ein Meter ist die Strecke, die das Licht im Vakuum in 1/299.792.458 Sekunden zurücklegt.“ Quelle und Film

Das Urmeter liegt im Bureau International des Poids et Mesures (BIPM), dem Internationalen Büro für Maße und Gewichte, mit Sitz im Pariser Vorrort Sèvre im Pavillon de Breteuil im Tresor. Laut Spiegel Online ist es für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein nicht ganz so altes Exemplar eines Standardmeters (mètre-étalon) gibt es in Paris in der rue de Vaugirard. Es ist eine von sieben Gravuren in Marmor, die Ende des 18. Jahrhunderts in Paris angefertgt wurden, um das neue Maß der Bevölkerung vertraut zu machen. Heute existieren insgesamt noch vier dieser Gravuren. Mehr

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